Irgendwo im Nirgendwo

Ein alter, ausgebauter Bauernhof, fleischarme Bio-Küche und schlechtes Internet: Acht Tage Pflichtseminar vom Freiwilligendienst irgendwo im Nirgendwo in den Bergen Frankreichs ist für viele Städter eine Zerreißprobe. Doch die Ruhe tut gut.

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Ein abgelegenes Dorf am Fuße der Alpen und rundherum nichts als Berge, Felder und Wald.

„Es ist hier niemals eintönig. Die Berge sehen jeden Tag anders aus!“, erzählt unsere Gastgeberin Bernadette uns ungläubigen Stadtkindern. Einige merken schnell, während andere ein paar Tage brauchen, dass Bernadette recht hat. Mal leuchten die schneebedeckten Berggipfel in der Sonne vor strahlend blauen Himmel, mal verschwimmen sie mit grauen, schweren Nebel, der sich auf die schwarzen Tannenspitzen am Hang legt.

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Draußen ist es so still, dass ich manchmal flüstere, wenn wir durch die matschigen Pfade spazieren gehen. Auch das Dorf ist still und man sieht kaum Menschen auf der Straße. Einmal geht ein Mann lässig mit einer Kippe im Mund um seinen Transporter, der auf der schmalen Dorfstraße steht. Er möchte die Tür öffnen und bricht dabei den Griff ab. Man hört ein kurzes „Merde“ und dann ist es wieder ruhig.

Stille Orte gibt es sehr selten. Dieser Ort ist still und das ist irgendwie befreiend.

Text + Fotos: E.Kelpe

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